Gartenfreund
- 3,7
- Bewertung
- 10.00K
- Installationen
- Free
- Preis

Analysiert von App-foxy
Wer seinen Garten nicht nur im Frühjahr kurzfristig auf Vordermann bringen möchte, kennt das Problem: Es gibt immer etwas zu säen, zu schneiden, zu beobachten oder besser zu planen. Gartenfreund richtet sich genau an Menschen, die regelmäßig kleine Anstöße für den Klein- und Hausgarten suchen. Ich habe die App als digitale Gartenlektüre betrachtet und dabei besonders darauf geachtet, ob sie nach dem ersten neugierigen Öffnen dauerhaft nützlich bleibt oder nach kurzer Zeit in Vergessenheit gerät.
Mein erster Eindruck fällt positiv, aber nicht überschwänglich aus. Die Anwendung des Verlags W. Wächter GmbH ist kostenlos erhältlich und gehört in den Bereich Haus & Garten. Ihr Konzept ist leicht verständlich: Statt selbst lange nach passenden Gartenthemen zu suchen, bekomme ich monatliche Tipps, die mich durch das Gartenjahr begleiten sollen. Das wirkt zunächst angenehm unkompliziert, vor allem wenn ich nicht jeden Abend Zeit für ausführliche Gartenplanung habe.
Der erste Eindruck: schnell verständlich, aber nicht für jede Gartenfrage gedacht
In der ersten Woche liegt der Reiz vor allem darin, dass die App eine regelmäßige Beschäftigung mit dem eigenen Garten anstößt. Ich muss nicht mit einer konkreten Suchfrage beginnen und mich durch zahlreiche Webseiten arbeiten. Ein monatlicher Impuls kann reichen, um am Wochenende einmal genauer in die Beete zu schauen oder eine liegen gebliebene Aufgabe nachzuholen.
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Alle Neuigkeiten ansehenGerade für Einsteiger ist dieser Zugang sinnvoll. Wer erst seit kurzer Zeit einen Garten, Balkon mit Nutzpflanzen oder ein kleines Grundstück pflegt, wird häufig von der Menge an möglichen Arbeiten überfordert. Was muss jetzt gesät werden? Welche Pflege ist gerade wichtiger als eine andere? Der Gartenfreund gibt dafür eine redaktionelle Orientierung, ohne dass ich mich sofort in umfangreiche Fachliteratur einarbeiten muss.
Die App ist dabei eher als laufender Begleiter denn als vollständiges Nachschlagewerk zu verstehen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Wenn ich eine ganz bestimmte Krankheit an einer Pflanze bestimmen oder eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein kompliziertes Projekt finden möchte, sind spezialisierte Webseiten, Bücher oder Fachforen oft die bessere Ergänzung. Für den regelmäßigen Blick auf saisonale Aufgaben ist die Anwendung dagegen zugänglicher.
Die Altersfreigabe ab null Jahren passt zum ruhigen, unproblematischen Charakter der Anwendung. Sie ist kein Spiel und verlangt keine besondere technische Erfahrung. Auch die Einstiegshürde bleibt niedrig, weil sie kostenlos installiert werden kann. Für mich ist das besonders praktisch, wenn ich erst herausfinden möchte, ob eine digitale Gartenhilfe überhaupt in den eigenen Alltag passt.
Die aktuelle Fassung trägt die Versionsnummer 5.4.3 und setzt Android ab Version 8.0 voraus. Damit ist die technische Einstiegsvoraussetzung für viele noch genutzte Geräte überschaubar. Trotzdem würde ich vor der Installation kurz prüfen, ob das eigene Smartphone die nötige Android-Version besitzt. Wer ein sehr altes Gerät verwendet, sollte diesen Punkt nicht einfach voraussetzen.
Die bisherige Verbreitung zeigt, dass die App keine völlig unbekannte Nischenlösung ist: Sie wurde bereits über zehntausendmal installiert. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,7 von 5 Sternen, basierend auf etwas mehr als fünfzig Bewertungen. Ich lese diese Zahl nicht als eindeutiges Qualitätsurteil, sondern als Hinweis auf ein gemischtes Nutzererlebnis. Das passt zu meinem Eindruck: Der Nutzen hängt stark davon ab, ob jemand monatliche Anregungen sucht oder eine umfassende Gartenverwaltung erwartet.
Was in den ersten Tagen wirklich hilfreich ist
Der größte Vorteil am Anfang ist die Reduzierung der Entscheidungslast. Im Garten gibt es selten nur eine mögliche Aufgabe. Wenn ich mehrere Beete, Kübel und vielleicht Obststräucher pflege, kann ich mich leicht verzetteln. Ein monatlicher Tipp funktioniert dann wie ein kleiner redaktioneller Filter: Er lenkt die Aufmerksamkeit auf Themen, die zur Jahreszeit passen könnten.
Ich würde die Inhalte deshalb nicht einfach lesen und anschließend schließen. Nützlicher ist ein kleiner Arbeitsablauf: Den aktuellen Tipp ansehen, eine konkrete Aufgabe auswählen und sie direkt in eine eigene Erinnerung oder Notiz übertragen. So wird aus der App keine reine Lesesammlung, sondern ein Auslöser für tatsächliche Gartenarbeit. Diese Kombination ist eine der wichtigsten praktischen Erkenntnisse bei der Nutzung.
Ein weiterer sinnvoller Einsatz ist die Vorbereitung eines kurzen Einkaufs. Wer vor dem Besuch im Gartencenter den Monatsimpuls liest, kann sich vorher notieren, welche Materialien, Samen oder Werkzeuge bereits vorhanden sind. Dadurch sinkt die Gefahr, spontan Dinge mitzunehmen, die im eigenen Garten gar nicht gebraucht werden. Die App ersetzt keine individuelle Bestandsliste, kann aber den richtigen Zeitpunkt liefern, eine solche Liste zu pflegen.
Für erfahrene Gärtner liegt der Wert weniger in überraschenden Grundlagen als in der regelmäßigen Erinnerung. Auch wer seit Jahren gärtnert, verschiebt Aufgaben gern, wenn Arbeit, Wetter oder andere Verpflichtungen dazwischenkommen. Ein monatlicher redaktioneller Hinweis kann dann als Kontrollpunkt dienen. Ich würde allerdings nicht erwarten, dass jeder Tipp für Menschen mit sehr viel Erfahrung neue Erkenntnisse bereithält.
Vom ersten Monat zur dauerhaften Gewohnheit
Ob Gartenfreund langfristig auf dem Smartphone bleibt, entscheidet sich nicht bei der ersten Installation, sondern nach dem anfänglichen Entdeckungsinteresse. Monatliche Inhalte haben grundsätzlich einen Vorteil gegenüber einer einmalig gelesenen Anleitung: Sie können den Garten im Jahresverlauf begleiten. Der Nutzen entsteht also nicht nur durch einzelne Beiträge, sondern durch die wiederkehrende Verbindung zwischen App und Saison.
Damit dieses Modell funktioniert, muss ich mir eine feste Gewohnheit schaffen. Bei mir wäre ein kurzer Termin am Monatsanfang oder an einem ruhigen Wochenende sinnvoll. Ich würde den neuen Inhalt nicht zwischen vielen anderen Benachrichtigungen öffnen, sondern ihn mit einem Rundgang durch den Garten verbinden. Erst draußen wird deutlich, welche Empfehlung tatsächlich relevant ist.
Diese Vorgehensweise verhindert auch eine typische Enttäuschung: Nicht jeder monatliche Hinweis passt zu jedem Garten. Ein Haushalt mit schattigem Innenhof hat andere Möglichkeiten als ein sonniges Grundstück mit Gemüsebeeten. Wer die Tipps als Vorschläge statt als starre To-do-Liste liest, kann besser auswählen. Ich würde daher nie versuchen, jeden Impuls vollständig umzusetzen. Zwei passende Aufgaben sind oft wertvoller als eine lange Liste, die liegen bleibt.
Für Familien kann die App ebenfalls nützlich sein, allerdings eher als Gesprächsanstoß denn als gemeinsames Verwaltungssystem. Ein monatlicher Tipp lässt sich gut nutzen, um Kindern eine kleine Gartenaufgabe zu geben oder am Wochenende gemeinsam zu entscheiden, was gerade beobachtet werden soll. Wer dagegen mehrere Personen mit klaren Zuständigkeiten, Terminen und Fortschritten koordinieren möchte, braucht wahrscheinlich zusätzlich eine Notiz- oder Kalenderlösung.
Auch für Besitzer eines kleinen Gartens ist die App nicht automatisch überflüssig. Gerade begrenzter Platz verlangt oft mehr Auswahl. In einem kleinen Beet kann ich nicht jede Idee ausprobieren, weshalb saisonale Orientierung bei der Entscheidung hilft. Gleichzeitig sollte ich Empfehlungen immer an die vorhandene Fläche, Lichtlage und Pflegezeit anpassen. Ein kleiner Garten ist nicht einfach ein großer Garten in reduziertem Maßstab.
Ein realistischer Alltag mit der App
Ein typisches Szenario könnte so aussehen: Am Samstagmorgen öffne ich den aktuellen Monatsinhalt, bevor ich zum Gartencenter fahre. Ich lese ihn nicht mit dem Ziel, alle genannten Arbeiten sofort zu erledigen, sondern suche eine Aufgabe, die zu meinem Garten und meiner verfügbaren Zeit passt. Danach prüfe ich Werkzeug und Material, erledige die Arbeit und notiere mir kurz, was noch offen ist.
Der entscheidende Schritt ist diese eigene Notiz. Die App liefert den Anlass, aber nicht automatisch meine persönliche Planung. Wenn ich nur lese, bleibt der Nutzen flüchtig. Wenn ich dagegen aus dem Tipp eine konkrete Handlung mache, etwa ein Beet kontrolliere, eine Aussaat vorbereite oder eine Pflegeaufgabe terminlich einplane, entsteht ein wiederholbarer Rhythmus.
Im nächsten Monat kann ich dann prüfen, ob die vorige Aufgabe tatsächlich einen Unterschied gemacht hat. Diese Rückschau ist nicht spektakulär, aber sie verhindert Aktionismus. Im Garten lässt sich vieles nicht sofort beurteilen. Ein Tipp sollte deshalb nicht nur die Frage auslösen, was heute zu tun ist, sondern auch, woran ich später erkenne, ob die Maßnahme sinnvoll war.
Für diesen Arbeitsablauf ist die App besonders gut geeignet, wenn ich wenig Zeit habe, aber nicht vollständig den Überblick verlieren möchte. Sie ist weniger passend, wenn ich bereits mit einem detaillierten Gartenkalender, eigenen Anbauplänen und einer umfangreichen Sammlung von Fachquellen arbeite. Dann kann der monatliche Hinweis zwar interessant bleiben, aber seine praktische Bedeutung wird kleiner.
Wie viel Pflege die App selbst verlangt
Ein großer Pluspunkt des Konzepts ist der geringe organisatorische Aufwand. Ich muss keine umfangreiche Datenbank über jede Pflanze anlegen und nicht jede Aufgabe manuell in ein System eintragen, nur um die Anwendung sinnvoll zu nutzen. Das macht den Einstieg angenehmer als bei manchen Gartenplanern, die erst nach längerer Einrichtung ihren vollen Wert zeigen.
Gleichzeitig entsteht genau daraus eine Grenze. Weil die App nicht meine individuelle Gartenstruktur ersetzt, muss ich selbst entscheiden, wie ich die Hinweise aufbewahre und in meine Planung übertrage. Wer viele Beete, unterschiedliche Pflanzen oder mehrere Standorte betreut, wird ohne eigene Notizen schnell den Überblick verlieren. Die geringe Pflege der App bedeutet also nicht, dass die gesamte Gartenorganisation automatisch erledigt ist.
Ich empfehle, jeden Monat nur eine kleine Auswahl zu markieren. Eine kurze Liste mit den wichtigsten Aufgaben, benötigten Materialien und einem späteren Kontrolltermin reicht oft aus. Diese Methode hält den Aufwand niedrig und verhindert, dass aus der Lektüre ein überambitioniertes Projekt wird. Besonders hilfreich ist es, Aufgaben nach Dringlichkeit zu trennen: Was muss zeitnah passieren, was kann warten, und was ist nur eine optionale Idee?
Wer die Anwendung über längere Zeit nutzt, sollte außerdem regelmäßig prüfen, ob die monatlichen Inhalte noch einen echten Anstoß geben. Das ist keine Kritik an der App allein, sondern eine Frage des persönlichen Gewohnheitswerts. Ein wiederkehrendes Format kann anfangs motivieren und später zur Routine werden, bei der ich nur noch oberflächlich durchsehe. Dann hilft es, die Nutzung an einen konkreten Gartenrundgang zu koppeln oder für einige Wochen bewusst auszusetzen.
Die App enthält kostenpflichtige In-App-Käufe im Bereich von 1,99 bis 11,99 Euro bei Abrechnung über Google Play. Für mich macht das die Entscheidung nicht grundsätzlich schwierig, weil der Einstieg kostenlos möglich ist. Ich würde zusätzliche Ausgaben jedoch erst in Betracht ziehen, wenn die kostenlose Nutzung bereits einen festen Platz im eigenen Gartenalltag gefunden hat. So lässt sich vermeiden, für Inhalte zu bezahlen, die später kaum geöffnet werden.
Wichtig ist dabei die eigene Erwartung an den Gegenwert. Wer eine kompakte, wiederkehrende Gartenlektüre schätzt, kann einen kostenpflichtigen Zusatz als sinnvolle Erweiterung empfinden. Wer dagegen konkrete Problemlösungen, individuelle Pflanzpläne oder eine vollständige Dokumentation erwartet, sollte das Geld eher in ein spezialisiertes Fachbuch, eine Beratung oder ein dafür entwickeltes Planungstool investieren.
Wo nach der Neuheit Ermüdung entstehen kann
Die größte Gefahr für die langfristige Nutzung ist nicht die Bedienung, sondern die begrenzte Aufmerksamkeit. Monatliche Tipps klingen zunächst nach einem angenehmen festen Rhythmus. Nach einigen Monaten kann ich mich aber fragen, ob der neue Inhalt wirklich etwas verändert oder nur eine weitere Lektüre in einer ohnehin vollen App-Sammlung darstellt.
Diese Ermüdung tritt besonders dann auf, wenn die eigenen Gartenbedingungen häufig nicht zu den Themen passen. Ein sehr kleiner, schattiger oder stark spezialisierter Garten bietet weniger Möglichkeiten, allgemeine Hinweise unmittelbar umzusetzen. Dann lese ich vielleicht interessante Informationen, kann daraus aber keine konkrete Handlung ableiten. Für mich wäre das ein Zeichen, die App eher gelegentlich als regelmäßig zu verwenden.
Auch erfahrene Nutzer könnten irgendwann feststellen, dass die Inhalte zu vertraut wirken. Wer bereits einen eigenen Jahresplan besitzt und seine Abläufe gut kennt, benötigt weniger externe Erinnerung. In diesem Fall ist der Gartenfreund eher eine ergänzende Zeitschrift im Taschenformat als ein unverzichtbares Werkzeug. Das ist nicht automatisch schlecht, aber die Entscheidung sollte zu diesem bescheideneren Anspruch passen.
Ein weiterer Trade-off liegt zwischen Einfachheit und persönlicher Genauigkeit. Die App bleibt zugänglich, weil sie nicht mit einer komplizierten Verwaltung überladen ist. Dafür weiß sie nicht automatisch, welche Pflanzen ich besitze, wie mein Boden beschaffen ist oder wie viel Zeit ich im jeweiligen Monat habe. Ich muss die Empfehlungen selbst filtern. Wer möglichst individuelle Anweisungen erwartet, könnte diese Eigenarbeit als Schwäche empfinden.
Im Vergleich zu gedruckten Gartenzeitschriften ist die App bequemer, wenn ich ohnehin mit dem Smartphone arbeite und monatliche Inhalte digital abrufen möchte. Eine Zeitschrift bietet dagegen oft mehr zusammenhängenden Lesestoff und lässt sich unabhängig von einem Gerät nutzen. Gegenüber allgemeinen Suchmaschinen liegt der Vorteil der App in der thematischen Vorauswahl; die Suche bleibt aber überlegen, wenn ich eine sehr spezielle Frage sofort beantworten muss.
Im Vergleich zu Gartenkalendern oder Planungs-Apps wirkt Gartenfreund weniger wie ein persönliches Organisationssystem. Das kann angenehm sein, weil ich nicht erst Daten pflegen muss. Es bedeutet aber auch, dass ich Aussaaten, Beobachtungen und erledigte Arbeiten nicht automatisch an einem persönlichen Ort zusammenführe. Für meine Nutzung wäre die beste Kombination daher: Gartenfreund für monatliche redaktionelle Anregungen und eine einfache eigene Liste für die konkrete Umsetzung.
Für wen sich das Dranbleiben lohnt
Ich würde die Anwendung vor allem Menschen empfehlen, die einen Klein- oder Hausgarten besitzen und regelmäßig, aber nicht täglich, neue Anregungen möchten. Anfänger profitieren von der saisonalen Struktur, weil sie nicht alles gleichzeitig lernen müssen. Gelegenheitsgärtner bekommen einen wiederkehrenden Anlass, sich mit dem Zustand ihrer Pflanzen zu beschäftigen.
Auch wer gern liest und anschließend selbst entscheidet, was zur eigenen Situation passt, dürfte sich wohlfühlen. Die App verlangt keine radikale Umstellung des Gartenstils. Ihr Wert liegt eher darin, Wissen und Aufmerksamkeit in kleinen Portionen anzubieten. Das passt zu einem Alltag, in dem Gartenarbeit zwischen Beruf, Familie und anderen Aufgaben stattfinden muss.
Weniger geeignet ist sie für Personen, die eine präzise Datenbank, automatische Erinnerungen, eine umfassende Pflanzplanung oder eine Diagnosehilfe erwarten. Ebenso würde ich sie nicht als alleinige Quelle für schwierige Pflanzenprobleme verwenden. Bei Krankheiten, Schädlingen oder besonderen Standortbedingungen ist eine zweite, fachlich passende Quelle sinnvoller.
Wer nur einen sehr kleinen Balkon mit wenigen Pflanzen pflegt, kann die monatlichen Hinweise trotzdem interessant finden, sollte aber den Nutzen realistisch einschätzen. Manche Anregung wird sich nicht übertragen lassen. In diesem Fall ist die App eher eine Inspirationsquelle als ein exakt passender Pflegeplan.
Mein langfristiges Urteil
Nach dem ersten Reiz bleibt Gartenfreund für mich dann interessant, wenn ich sie nicht als vollständige Gartenverwaltung missverstehe. Ihre Stärke ist die regelmäßige, leicht zugängliche redaktionelle Begleitung. Sie hilft mir, den Garten im Jahresverlauf nicht völlig aus dem Blick zu verlieren, und kann aus einem vagen Vorsatz eine konkrete kleine Aufgabe machen.
Der dauerhafte Wert entsteht nicht durch bloßes Öffnen, sondern durch die Verbindung von Monatsimpuls, eigener Notiz und tatsächlichem Rundgang. Wer diesen kleinen Ablauf etabliert, bekommt aus der App deutlich mehr heraus als jemand, der nur gelegentlich durch Inhalte blättert. Das ist zugleich ihre wichtigste Einschränkung: Ein Teil der Organisation bleibt bewusst beim Nutzer.
Die kostenlose Basis senkt das Risiko beim Ausprobieren. Die möglichen In-App-Käufe würde ich mit Bedacht beurteilen und erst dann nutzen, wenn die monatliche Routine wirklich trägt. Die Bewertung von 3,7 Sternen bei etwas mehr als fünfzig Stimmen zeigt außerdem, dass die Anwendung nicht jeden Geschmack trifft. Für mich ist das nachvollziehbar, weil die schlichte Ausrichtung für manche angenehm und für andere zu wenig individuell sein dürfte.
Mein Fazit fällt deshalb ausgewogen aus: Gartenfreund ist keine Komplettlösung für ambitionierte Gartenplanung, sondern eine digitale, saisonale Begleitung für Klein- und Hausgärten. Ich würde sie einem Freund empfehlen, der regelmäßig praktische Anstöße sucht, aber keine komplizierte Verwaltungs-App möchte. Wer dagegen bereits einen ausgefeilten Kalender führt oder sehr spezielle Fachfragen lösen muss, ist mit anderen Werkzeugen besser bedient.
Bleibt die Anwendung nach der Neuheit auf dem Smartphone? Bei mir lautet die Antwort: ja, aber mit einer klaren Rolle. Ich würde sie monatlich als redaktionellen Startpunkt öffnen, die passenden Hinweise auswählen und den Rest in meine eigene Gartenplanung überführen. Genau in diesem begrenzten, aber nützlichen Rahmen verdient sie langfristig ihren Platz.
Häufig gestellte Fragen zu Gartenfreund
01Was ist Gartenfreund und für wen eignet sich die App?
Gartenfreund richtet sich an Menschen, die ihren Garten besser planen, pflegen und im Jahresverlauf organisieren möchten. Die App kann besonders für Hobbygärtner, Einsteiger und Nutzer interessant sein, die Informationen zu Pflanzen, Pflegearbeiten oder saisonalen Aufgaben übersichtlich an einem Ort sammeln möchten. Wer bereits sehr spezielle Pflanzen anbaut, sollte prüfen, ob die enthaltenen Inhalte für die eigenen Bedürfnisse ausreichend detailliert sind.
02Welche Funktionen bietet Gartenfreund im Alltag?
Gartenfreund unterstützt typischerweise bei der Organisation und Pflege des eigenen Gartens. Je nach Version können dazu Informationen über Pflanzen, Hinweise zu Aussaat und Pflege, Erinnerungen sowie eine Übersicht wichtiger Gartenarbeiten gehören. In meinem Test wirkt die App vor allem dann praktisch, wenn man regelmäßig nachschauen möchte, welche Aufgaben gerade anstehen. Der genaue Funktionsumfang kann sich durch Updates oder abhängig vom verwendeten Gerät unterscheiden.
03Benötigt Gartenfreund eine Internetverbindung?
Ob Gartenfreund dauerhaft eine Internetverbindung benötigt, hängt von der jeweiligen Funktion ab. Grundlegende Inhalte können möglicherweise auch offline verfügbar sein, während Aktualisierungen, externe Informationen oder bestimmte Synchronisationsfunktionen eine Verbindung voraussetzen. Vor dem Download sollte man deshalb die Angaben im jeweiligen App-Store beachten. Nutzer mit begrenztem Datenvolumen sollten außerdem prüfen, ob Bilder, Inhalte oder Updates zusätzliches Datenvolumen verbrauchen.
04Ist Gartenfreund kostenlos oder entstehen zusätzliche Kosten?
Vor der Installation sollte man die aktuelle Preisangabe im Google Play Store oder im Apple App Store kontrollieren. Gartenfreund kann kostenlos herunterladbar sein, aber möglicherweise Werbung, optionale In-App-Käufe oder kostenpflichtige Zusatzfunktionen enthalten. Wichtig ist, die Beschreibung und die Hinweise zu Abonnements genau zu lesen. Falls eine Testphase angeboten wird, sollte man außerdem die Kündigungsbedingungen beachten, damit später keine unerwarteten Kosten entstehen.
05Wie zuverlässig sind die Empfehlungen von Gartenfreund?
Die Hinweise von Gartenfreund können eine hilfreiche Orientierung für alltägliche Gartenarbeiten sein, ersetzen aber nicht immer die Prüfung der individuellen Bedingungen vor Ort. Standort, Bodenqualität, Wetter, Pflanzenart und regionale Besonderheiten beeinflussen den Erfolg erheblich. Bei Krankheiten, Schädlingsbefall oder empfindlichen Pflanzen sollte man die Empfehlungen mit seriösen Fachquellen oder dem Rat einer Gärtnerei vergleichen. Die App ist daher am besten als praktische Unterstützung und nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage geeignet.
Vorteile
- Praktische Tipps für Aussaat
- Pflege und Ernte im eigenen Garten
- Hilft bei der saisonalen Planung verschiedener Gartenarbeiten
- Geeignet für Anfänger und erfahrene Hobbygärtner
- Übersichtliche Informationen erleichtern die tägliche Gartenpflege
- Nützliche Anregungen für Gemüse
- Kräuter und Zierpflanzen
Nachteile
- Nicht alle Inhalte passen zu jedem Klima oder Standort
- Für seltene Pflanzen können Informationen fehlen
- Einige Tipps erfordern zusätzliche Materialien und Gartengeräte
- Ohne regelmäßige Pflegeintervalle ist der Nutzen eingeschränkt
- Die Qualität der Empfehlungen kann je nach Pflanzentyp variieren
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